Herzlich Willkommen auf dem Blog der ZAROF. Akademie

Hier informieren wir über Themen und Trends rund um das Thema der betrieblichen Fort- und Weiterbildung. Jeden Monat gibt es einen neuen Artikel.

Viel Spaß beim Lesen!

 

Was ist Gewaltfreie Kommunikation?

Gewaltfreie Kommunikation (GfK) wurde von Marshall B. Rosenberg (1934 - 2015) entwickelt. Er war ein US-amerikanischer, promovierter klinischer Psychologe und Gründer des Zentrums für gewaltfreie Kommunikation. Inspiriert von Gandhis Überlegungen zur Gewaltlosigkeit entwickelte Rosenberg das Konzept der GfK. GfK ist mehr als eine Kommunikationsmethode: sie ist eine Haltung. Es geht darum, mit Empathie und Selbstempathie zur Erfüllung der eigenen Bedürfnisse ebenso wie der Bedürfnisse des Anderen beizutragen. Es handelt sich nicht um eine  Manipulationstechnik. GfK kann sehr unterstützend sein für die Kommunikation in Partnerbeziehungen oder Arbeitsbeziehungen, für Konflikten und Verhandlungen, wie auch für die gesellschaftliche Transformation

Eine Grundannahme ist dabei, dass die Ursache jedes aggressiven Verhaltens ein unerfülltes Bedürfnis ist, welches mithilfe von aggressiver Kommunikation schnell erfüllt werden soll.
„Alle Menschen haben dieselben Bedürfnisse – nur die Bitten sind unterschiedlich." (M. B. Rosenberg, 2007)

 

Was ist möglich mithilfe von Gewaltfreier Kommunikation?

  • Gemeinsame Wege zur Erfüllung eigener Bedürfnisse und zugleich der Bedürfnisse anderer finden
  • Aufbau, Wiederherstellung und Erhalt von Beziehungen durch Wertschätzung, Respekt, Aufmerksamkeit und Mitgefühl

 

Wie lässt sich das erreichen?

Ein sehr hilfreiches Mittel ist das Vier-Schritte-Modell nach M.B. Rosenberg. Die einzelnen Schritte werden jeweils in zwei Richtungen angewandt: für sich selbst (Selbsteinfühlung) und für jemand anderen (Einfühlung in eine andere Person).

Vier-Schritte-Modell nach M.B. Rosenberg

 

Selbsteinfühlung

Einfühlung in andere Person

 

1)      Beobachtung

Wenn ich erlebe/höre/mich erinnere

Wenn du erlebst/hörst/dich erinnerst

ohne Beurteilungen & Verallgemeinerungen

2)      Gefühl

(…) bin ich …

(…) bist du …

ohne zu interpretieren

3)      Bedürfnis

(…), weil ich … brauche / mir …wichtig ist.

(…), weil du … brauchst / du dir …wünschst.

 

4)      Bitte

Daher bitte ich dich…

Würdest du gerne?

ohne zu fordern

 

Welche Rolle spielt dabei die ZAROF. Akademie?

Sie möchten sich in GfK üben? Dann legen wir Ihnen unser Seminar Mitarbeiterführung durch Gewaltfreie Kommunikation im Arbeitskontext" ans Herz. Es wird von unserem Trainer Dr. Stefan Fuchs geleitet und findet im Januar 2018 statt. Im Seminar lernen Sie wichtige Grundlagen der GfK kennen und trainieren deren Transfer in den eigenen Alltag. Die Themenschwerpunkte liegen u.a. auf den Fragen: „Was ist gewaltvoll an unserer Kommunikation?", „Wo liegt der Unterschied zwischen Beobachtung und Bewertung?", „Wie kann ich GfK im Team nutzen?", „Wie kann ich Konflikte entschärfen, mich auf schwierige Gespräche vorbereiten und Feedback sowie Kritik äußern?".
Nutzen Sie an Ihrem Arbeitsplatz GfK bereits aktiv? Wir freuen uns, wenn Sie mit uns darüber austauschen. Nutzen Sie gern die untenstehende Kommentarfunktion oder kontaktieren Sie uns über:

 

Marie-Luise Rieger

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Telefon: 0341/2172916

 

Literaturquelle:

M. B. Rosenberg (2007): Gewaltfreie Kommunikation - Eine Sprache des Lebens. Paderborn: Junfermann Verlag.

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