Prof. Dr. Ulrike Gröckel, Wissenschaftlicher Beirat ZAROF. Akademie

 

 

 

 

„Attraktive“ Arbeitgeber… Modische Neuheit oder Zukunftschance? Die moderne Welt des Marketings - verwoben und vernetzt

 

Wurde in der Vergangenheit das Image eines Unternehmens über das Produkt transportiert, sind heute maßgeblich die Mitarbeitenden die „Imagetragenden“. Das eigene Unternehmen am externen wie internen Arbeitsmarkt als Marke zu etablieren verlangt mehr als nur eine „Beschaffungskampagne“ im operativen Personalmarketing - hier ist strategisches Vorgehen gefragt. Mitarbeitende gezielt und aktiv in zukünftige Entwicklungen des Unternehmens einzubinden, lässt auf längere Sicht Beziehungen zum Unternehmen wachsen, die ihm eine besondere Prägung als Arbeitgeber-Marke („Employer Branding“) verleihen. Stimmen Ziele und Wertekanon des Unternehmens mit den Interessen und persönlichen Werten der Mitarbeitenden und dem tatsächlichen, täglich gelebten Arbeitshandeln und den Arbeitsbedingungen überein - stimmt also die Unternehmenskultur - wird das auch am internen wie externen Arbeitsmarkt als „attraktiv“ wahrgenommen.

Welche Wege sichern, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden?

Das traditionelle „Weitersagen“ ist immer noch sehr wirksam, aber will man die jüngeren Zielgruppen erreichen, die gerade vor der Berufswahlentscheidungen stehen, geht das häufig nur über den Internetauftritt mit eigener Karriereseite. Gleiches gilt für die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter, YouTube und Internetplattformen wie XING und ähnliche. Etabliert und institutionalisiert sind mittlerweile auch Arbeitgeber-Bewertungsportale wie BITKOM oder kununu.com. Die sogenannte „Word-of-Mouth“-Kommunikation ist aus dem Personalrecruiting nicht mehr wegzudenken. Mit Argumenten überzeugen… Aber mit welchen?

Für die Wahrnehmung von „attraktiv“ spielen subjektive Argumente eine große Rolle, möglichst von gestandenen Mitarbeitenden authentisch geäußert und veröffentlicht, aber keinesfalls geschönt! Wird ein Unternehmen über organisationsunabhängige, neutrale Informationsquellen und Plattformen im Internet positiv bewertet, verbreitet sich das bei Bewerbenden in den Netzwerken ganz schnell.1

Weil die subjektive Wahrnehmung immer individuell differenziert ist, gibt es kein allgemeines Patentrezept für die „Attraktivität“ eines Unternehmens als Arbeitgeber. Aber Studien zeigen:  Gehalt und Dienstwagen sind „out“, zumindest bei den Jüngeren und denen, die qualifizierte Tätigkeiten ausführen wollen. Hoch im Kurs stehen dafür Sinnerfüllung in der Arbeit,  Sicherheit und Perspektiven in der beruflichen Tätigkeit und die Chance, Arbeit und persönliche Lebensgestaltung vernünftig und flexibel miteinander zu verbinden. Gerade die Work-Life Balance und Teilzeitoptionen spielen für junge Familienväter und Mütter sowie für Mitarbeitende, die Angehörige pflegen eine besondere Rolle. Aber auch Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, gute soziale Beziehungen in den Teams und mit den Führungskräften und das Arbeitsklima flankieren die genannten Kerngrößen!2,3

Prof. Dr. Ulrike Gröckel, Wissenschaftlicher Beirat ZAROF. Akademie

 

Machen Sie Ihr Unternehmen als soziales Unternehmen interessant für Bewerbende von außen und intern für Ihre Mitarbeitenden: Mit ehrlichen und glaubwürdigen Argumenten und kommuniziert über die richtigen Kanäle! Gern unterstützen wir Sie dabei. Sprechen Sie uns an!

 

 

1 Evertz, L.., Kollitz, R., Süß, S.: Arbeitgeberbewertungen im Internet: Relevanz im Rahmen der Ausbildungssuche; in: Personal (2017)4 ,S.22ff

 

2 Shell Deutschland Holding: Jugend 2015.Eine pragmatische Generation im Aufbruch; Frankfurt a. M., 2015

 

3 Deuer, E., Wild, S.: Arbeitgeberattraktivität aus Sicht von dual Studierenden; in: Personal (2017 )12, S.48ff