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Hier informieren wir über Themen und Trends rund um das Thema der betrieblichen Fort- und Weiterbildung. Jeden Monat gibt es einen neuen Artikel.

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Die folgenden fünf Verhaltensweisen bieten nur einen Ausschnitt solcher Faktoren, die sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeitende dabei unterstützen. Welche weiteren Aspekte besonders für Führungskräfte im erfolgreichen Stressmanagement relevant sind, erfahren Sie im Modul 4 „Gesund führen – aktives Stressmanagement“ unseres Programms für Nachwuchsführungskräfte, das im Oktober 2016 startet.

Gelassenheit

Stress und Hektik sind kurzfristig geprägt von Anspannung, Gereiztheit und Rastlosigkeit. Langfristig hat das schwerwiegende negative Folgen auf das Herz-Kreislauf-System, die Muskulatur, das Immunsystem und viele weitere Körperregionen. Sich bewusst in Gelassenheit zu üben, entspannt dagegen Körper und Geist und erhöht die Lebensqualität. Grundsätzlich können bestimmte Fragen dabei helfen, gelassener zu werden: Was regt Sie immer wieder auf? Können Sie die Situationen beeinflussen? Wenn nein, warum nicht? Wer kann es stattdessen und haben Sie selbst auf diesen Menschen Einfluss? Wenn Sie die Situation beeinflussen können, was können Sie genau in Zukunft tun?


Hier geht es um die Erkenntnis, dass sich einerseits bestimmte Dinge nicht ändern lassen – beispielsweise eine Verspätung durch Stau oder die Krankheit eines Kollegen – und andererseits Situationen zu erkennen, bei denen eine aktive Umgestaltung möglich ist. In beiden Fällen führen nicht Anspannung und Hektik, sondern ein gelassener Umgang mit der Situation und eine aktive Lösungssuche zur Problembewältigung.

Humor

Ein einfaches, aber dennoch sehr wirksames Mittel gegen Stress sind Humor und Lachen. Dabei geht es natürlich nicht darum, ernsthafte Probleme schlicht wegzulächeln. Vielmehr finden sich auch im beruflichen Alltag viel mehr kleine Freuden, als zunächst vermutet: ein freundliches „Guten Morgen“, das Kompliment vom Kollegen für die Präsentation oder ein gemeinsames Mittagessen. Diese kleinen, angenehmen Dinge lenken den Fokus weg vom Stress und wirken entspannend. Aber auch in akuten Stresssituationen steckt häufig ein Funken Humor, auch wenn man das zunächst nicht vermutet. Ein Perspektivenwechsel kann eine Situationskomik hervorrufen, die die belastende Anspannung spürbar löst. Humorvolle Menschen sind nachweislich leistungsfähiger, flexibler, kontaktfreudiger – und können Stresssituationen besser meistern.

Soziale Unterstützung

In belastenden Situationen kann es oft hilfreich sein, Unterstützung durch eine andere Person, mit der man in privater oder beruflicher Beziehung steht, zu erfahren. Die Unterstützung kann sich verschieden äußern: informationell, das heißt durch Auskünfte oder Beratungen, instrumentell, also durch praktische Hilfestellungen, und/oder emotional, beispielsweise durch Anerkennung, Zuneigung oder Trost. Damit hilft die soziale Unterstützung, Belastungssituationen mithilfe Anderer erfolgreich zu bewältigen. Sie fördert das psychische und körperliche Wohlbefinden, was Stress reduziert und Stabilität und Handlungsfähigkeit begünstigt.

Erfolge in der Vergangenheit

Erfolgreiches Stressmanagement kann zu einer regelrechten Aufwärtsspirale führen. Zu Beginn fällt es häufig noch schwer, die verschiedenen Faktoren praktisch anzuwenden. Nach und nach zeichnen sich jedoch Erfolge ab, also Situationen, in denen der aufkommende Stress durch Humor, Gelassenheit oder einen anderen Faktor von Anfang an reduziert werden konnte. An diesen Fortschritt darf und soll angeknüpft werden. In Stresssituationen spielen Selbstzweifel häufig eine besondere Rolle – das Erinnern an diese Erfolge und Bewusstwerden der eigenen Ressourcen stärkt das Selbstwertgefühl und macht diese Ressourcen wieder einsetzbar.

Erfahrung von Sinn

Um den Sinn in Arbeitstätigkeiten zu finden, sind meist konkrete Informationen über den Gesamtzusammenhang oder den Grund der Tätigkeit hilfreich. Oft genügt das jedoch nicht, weil Sinn auch das Ergebnis einer individuellen und selbstbestimmten Lebenseinstellung ist. Um Stress vorzubeugen, ist es laut dem klinischen Psychologen Dr. Ulrich Giesekus deshalb notwendig, „eine Beziehung zwischen der Arbeit und dem eigenen Lebenssinn her[zu]stellen“. Stress entsteht in diesem Sinne nicht aus der Arbeit selbst heraus, sondern aus einer Fremdbestimmung. Sie kann die Einheit von Arbeitsausübung und Lebenseinstellung, die zur Erfahrung von Sinn führt, durchbrechen und damit sowohl akuten als auch chronischen Stress hervorrufen. Auch wenn diese Erkenntnis im Alltag nur begrenzt zur Stressbewältigung angewendet werden kann, hilft sie jedoch gerade Führungskräften, Stressmechanismen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachzuvollziehen und Situationen entsprechend zu lösen.

Welche Strategien verfolgen Sie, um Stresssituationen entgegenzuwirken? Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen!

 

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